Fast eine Woche war Wolframs Patenkind Sven zu Besuch. Trotz des nordischen Namens ist Sven ein waschechter Franzose, 18 Jahre alt und seit einem Jahr ebenfalls Inhaber des “brevets des vol à voile”. Bisher flog er aber in der Auvergne und nun konnte er die provencalischen Alpen im Duo kennenlernen. Sein letzter Flugtag brachte ihn nochmal bis in die Écrins. Bei perfekter Sicht und einer Wolkenbasis von über 4.000 Meter konnte er noch eine Reihe wundervoller Bilder aufnehmen.
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Au, das war fein: Thomas zeigte mir Hangflug und dann fanden wir den Einstieg in die Welle. Welch ein Erlebnis!
Wenn der Wetterbericht die großen Streckenflüge verspricht, dann bilden sich schon früh um 7 Uhr Schlangen an unserer Wassertankstelle. Seit heute gibt es eine zweite „Zapfsäule“.
Die Anordnung hat einen eingebauten Überdruck-Schutz, d.h. sie erlaubt nur einen maximalen Fülldruck von 0,25 bar, damit sollten die Ballasttanks ausreichend geschützt sein. Die Vorrichtung ist genial einfach, nach dem Wasserhahn steigt die Wassersäule in dem senkrechten Teil des Schlauchs und läuft am oberen Ende über, sollte der Druck höher werden. Das überschüssige Wasser läuft dann einfach wieder unten heraus. Allerdings kann es im Moment passieren, daß dann auch wieder Wasser aus den Tanks gesogen wird. Erst wenn kein Wasser mehr aus dem unteren Teil des Schlauchs läuft, kann der Betankungsvorgang fortgesetzt werden.
Der Durchmesser des Füllschlauchs ist so bemessen, dass Schempp-Hirth-, Grob- und Lange-Flugzeuge damit bequem betankt werden können, für LS-Flugzeuge ist der Durchmesser leider zu klein.
Der Schlauch auf der Trommel ist lang genug, um damit den Wasserhahn in der Toilette nutzen zu können.
Liebe Leser!
Hier findet Ihr eine lange Reportage über einen unglaublichen Flug: “Kalte Füße”
Wer sich die Zeit nehmen will, mich auf dem fünfstündigen Wellenritt am ersten Advent 2009 zu begleiten (einem Flug, der unglaublicher und eindrucksvoller nicht hätte sein können), dem sei hier die Möglichkeit dazu gegeben. Dem Rest sei es vergönnt, wenigstens kurz mit mir die Fotos zu genießen: Impressionen, die allerdings nicht ein Zehntel der Faszination ausdrücken können, welche ein Wellenflug mit sich bringt.
Selbst der Text vermag dies nicht annähernd zu vermitteln.
Einen frohen Nikolaus wünscht
Der Benni
Segelflieger montieren Skier an ihr Schleppflugzeug
Die starken Schneefälle Ende letzter Woche machten die Start- und Landebahn am Segelflugplatz in Königsdorf unbenutzbar. Das tolle Wetter am Sonntag lud aber zum Fliegen geradezu ein. Kurzerhand wurden daher an das Fahrgestell des Schleppflugzeugs vom Typ Husky spezielle Ski montiert und man konnte auf dem unberührten Schnee, wie ein Skifahrer im Tiefschnee starten und landen.
Die Husky, die mit ihrem 180 PS starken Motor in Königsdorf normalerweise zum Schleppen von Segelflugzeugen eingesetzt wird, wird in den USA gebaut. Dort und in Kanada wird sie oft auf den unzähligen kleinen und kurzen Natur-Landepisten eingesetzt. Auch in Alaska hat sie aufgrund ihrer guten Kurzstarteigenschaften viele Freunde. In Alaska und Kanada wird die Husky auch im Winter mit Skiern am Fahrgestell eingesetzt, da die Pisten dort nicht geräumt werden können. In Deutschland sind insgesamt nur etwa 20 Flugzeuge mit Skiern ausgerüstet und haben dafür eine extra Zulassung vom Luftfahrtbundesamt. Für die Königsdorfer Piloten war Richard Bieber, 51-jähriger Arzt, der es seit 1978 bisher auf über 2000 Flugstunden gebracht hat, federführend für den Umbau und die Zulassung der vereinseigenen Husky zum Skiflugzeug verantwortlich. Bieber war am Sonntag auch der erste, der den jungfräulichen Flugplatz mit eben dieser Husky nutzte. „Es ist einfach phantastisch als erster auf einem frisch eingeschneiten Flugfeld zu landen und seine Spuren zu ziehen, wie beim einem unberührten Tiefschneehang, aber absolut keine Lawinengefahr!“ war sein Kommentar nach der Landung.

