Segelfliegen ist Sport
Segelfliegen ist nicht nur ein schönes Hobby bei dem man nur einfach so durch die Gegend fliegt und sich die Gegend anschaut, sondern es gibt auch sportliche Vergleichsfliegen. Dabei gibt es drei unterschiedliche Arten sich sportlich zu vergleichen.
Einmal gibt es die zentralen Meisterschaften, bei denen die Piloten alle gemeinsam auf einem Flugplatz zusammen kommen und für ein oder zwei Wochengemeinsam gegeneinander fliegen. Je nach Wetter werden jeden Tag unterschiedlich große Tagesaufgaben gestellt, die die Piloten dann in möglichst kurzer Zeit umrunden müssen. Wurde bis vor kurzem der Nachweis für die regelgerechte Umrundung der einzelnen Wendepunkte noch mit Fotographieren der einzelnen Wendepunkte erbracht, so erfölgt heute der Nachweis über Satelliten Dokumentation. Spezielle GPS Empfänger, ähnlich wie sie auch bei Auto-Navigationscomputern verwendet werden, zeichnen den gesamten Flugweg der einzelnen Piloten auf.
Ein ausgeklügeltes Punktesystem verteilt dann je nach Größe der Tagesstrecke und nach Geschwindigkeit Punkte für die einzelnen Piloten. Sollte ein Pilot einmal nicht den Startflugplatz erreichen und bereits vorher landen müssen gibt es dann entsprechend der zurückgelegten Distanz Punkte und null Geschwindigkeitspunkte. Die einzelnen Tagespunkte werden dann aufaddiert und am Ende der Meisterschaft ist derjenige mit den meisten Punkten Gewinner.
Die zweite Art der Segelflugmeisterschaften heißt dezentraler Wettbewerb. Diese Meisterschaft erstreckt sich über die gesamte Flugsaison. Hierbei kann jeder Pilot von jedem Flugplatz in Europa starten, wobei die zurückgelegten Flugkilometer als Bewertungsbasis zugrunde gelegt werden. Dabei werden Flüge auf einem Dreieckskurs mit einem 10 prozentigem Bonus bewertet, da solche Strecken aus Wettergründen schwieriger zu fliegen sind als z.B. Hin- und Rückflüge. Bei Flügen, bei denen vorher die Wendepunkte festgelegt wurden gibt es zusätzlich einen 15 prozentigen Bonus . Es gibt, wie bei den zentralen Meisterschaften unterschiedliche Flugzeugklassen, je nach Leistung und Bauart der Flugzeuge. In der Offenen Klasse gibt es keinerlei Beschränkungen, hier gibt es Flugzeuge mit bis zu 27 Meter Spannweite und einer Gleitzahl von über 60, d.h. sie gleiten aus einem Kilometer Flughöhe über 60 Kilometer weit. In der 18 Meter Klasse bzw. der 15 Meter Klasse ist die Spannweite dementsprechend begrenzt. Die Standardklasse zeichnet sich ebenfalls durch 15 Meter Spannweite und einem starrem Flügelprofil aus. Auftriebserhöhende Wölbungsklappen sind hier ebenfalls wie in der Clubklasse nicht erlaubt. In die Clubklasse fallen hauptsächliche Flugzeuge älteren Herstellungsdatums, die leistungsmäßig mit den modernen Seglern nicht mehr mithalten können. Letztendlich gibt es dann noch die Doppelsitzerklasse, in der alle doppelsitzigen Segelflugzeuge konkurrieren.
Die dritte Art ist der Kunstflug, hier werden ähnlich wie beim Eiskunstlauf Pflicht- und Kürprogramme geflogen und von Wertungsrichtern benotet. Neben der Genauigkeit des Fliegens und der Schwierigkeit der Loopings, Turns, Rollen etc. gilt es auch nicht aus einem bestimmten Kunstflugraum, der meist ein Kubikkilometer groß ist, herauszufliegen.
Die Segelfluggruppe Isartal e.V. ist in den letzten Jahren sportlich überaus erfolgreich gewesen. Neben vielen Titeln erhielt sie auch einige Auszeichnungen, vor allem was die Jugendarbeit betrifft. Im Jahr 1994 wurde die SFG Isartal mit dem ”Grünen Band” der Dresdner Bank, eine Auszeichnung für die beste Jugendarbeit in Deutschland ausgezeichnet.
1995 gab es von der Stiftung der Kreissparkasse Wolfratshausen einen ähnlichen Preis.
1996 wurde Jens Ammerlahn zum Junior Segelflieger Deutschlands gekürt.
1998 erhielt Jens Ammerlahn ein Förderflugzeug des Deutschen Aeroclubs, das er die ganze Flugsaison nutzen konnte, zur Verfügung gestellt.
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