In der Ferienzeit beginnt der Flug- und insbesondere der Schulungsbetrieb mit den ersten Sonnenstrahlen. Zum Einen gewinnt man dem Tag damit jede fliegbare Minute ab, zum anderen können die Schüler in ruhiger Luft ihre ersten Runden drehen.
Gegen 11 Uhr werden dann die Streckenflieger nacheinander gestartet, und wenn die alle in der Luft sind, kann die Schulung bis Sunset fortgesetzt werden.
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So früh können wir selten unsere ersten Streckenflüge absolvieren, aber eine starke Südströmung, im Volksmund “Föhn” genannt, ermöglichte bis in 4.000 Meter Höhe zu steigen und Strecken über 620 km zurück zu legen. ..
So hat unser Nachwuchstalent Benjamin Bachmeier in einem neunstündigen Flug eine 621-km-Strecke absolviert. Sein Kurs führte ihn im Westen bis zum Beginn des Engadin, die östliche Wende war der Hochkönig. Benni startete um 8 Uhr, um 17 Uhr landete er sichtlich erschöpft, doch sehr glücklich wieder in Königsdorf.
Das klingt zunächst paradox, doch damit ist gemeint, daß wir uns zum Abschluß des Flugtages haben sehr hoch schleppen lassen: wir klinkten in 2.100 Metern Höhe südlich der Benediktenwand aus. Den Flugzeugschlepp absolvierten wir im sogenannten Tiefschlepp. Das Segelflugzeug nimmt während des Schlepps eine tiefe Position ein, unterhalb des Propellerstrahls des Schleppflugzeugs. Der Tiefschlepp bringt eine ruhigere Fluglage mit sich (um während des Schlepps ein paar Fotos zu schießen) und der Schleppzug steigt etwas besser, da das Schleppflugzeug eine aerodynamisch günstigere Fluglage einnehmen kann.
Diesen Samstag konnten wir wegen des Wetters leider nicht fliegen, statt dessen wurden in der Werkstatt die kommende Saison vorbereitet und auch am Flugplatz wurden die Hecken geschnitten.
Am Sonntag kam die Sonne wieder hervor, der Ostwind blies den Schnee vom Platz und so konnten wir ab 3 Uhr mit dem Motorsegler eine Runde drehen. Der selbe Ostwind verhinderte jedoch einen Seglerschlepp zu den Bergen im Süden, an denen wir dynamischen Hangflug hätten üben können.
Letzten Samstag konnten wir endlich richtig mit dem Segelfliegen beginnen. In der ersten Thermik des Jahres haben viele Piloten ihre Eingewöhnungsflüge nach dem Winter absolviert. Einige haben die Gelegenheit genutzt mit Ziellandungen zu zeigen, daß sie wieder (oder immer noch) fit für die bald kommenden Überlandflüge sind.
Unser Duo Discus, die LS4 und der Astir konnten nach der winterlichen Wartung wieder aufgebaut werden – und der Duo auch gleich reichlich genutzt: so wurde damit der erste Streckenflug von Königsdorf aus geflogen, der in der Wettersteinwelle in eine Höhe von mehr als 3.500 Metern führte.
Liebe Leser!
Hier findet Ihr eine lange Reportage über einen unglaublichen Flug: “Kalte Füße”
Wer sich die Zeit nehmen will, mich auf dem fünfstündigen Wellenritt am ersten Advent 2009 zu begleiten (einem Flug, der unglaublicher und eindrucksvoller nicht hätte sein können), dem sei hier die Möglichkeit dazu gegeben. Dem Rest sei es vergönnt, wenigstens kurz mit mir die Fotos zu genießen: Impressionen, die allerdings nicht ein Zehntel der Faszination ausdrücken können, welche ein Wellenflug mit sich bringt.
Selbst der Text vermag dies nicht annähernd zu vermitteln.
Einen frohen Nikolaus wünscht
Der Benni







